logo_99_99logo2_99_99kopf_19_02

Archiv


20.06.2016 - Werbende Kurven im museum34
Ab Juni können Besucher im zweiten Obergeschoss des Bürgerhauses drei reizvolle Mädels betrachten. Gemeint sind dabei natürlich keine Models aus Fleisch und Blut, sondern Pinup-Werbegirls aus gestanztem Blech.

In einer Zeit, in der das Internet noch in weiter Ferne lag und Werbeschaltungen im Fernsehen selten waren, setzten namhafte Hersteller wie zum Beispiel Blaupunkt (Autoradios und Elektronik), Continental (Reifen), Gillette (Rasierklingen) oder Pez (Süßigkeiten) auf wirksame Werbung in Form von farbenfrohen Emaille- und Blechschildern. Nicht zuletzt auf solche, die spärlich bekleidete Damen zeigten. Diese, aus dünnem Blech gestanzten Mädchen, fanden ihren Platz vorwiegend an Kühlergrills von LKWs. Dadurch hatte jeder Fahrer ein Mädel mit auf Tour und machte gleichzeitig Werbung für die großen Firmen der KFZ-, Reifen- und Kraftstoffindustrie.

Durch Regen, Salz und Steinschlag sind diese Schilder ziemlich rar geworden. Gut erhaltene Exemplare sind selten und werden auf Oldtimermessen und Auktionen dementsprechend teuer gehandelt.

Das museum34 ist stolz, drei schöne Exemplare aus den Jahren 1950, 1954 und 1958 des Ölherstellers Veedol präsentieren zu können. Charakteristisch für diese Schilder sind die Motive, die immer eine Schlittschuhläuferin und den typischen roten Veedol-Schriftzug zeigen. Die Reklameschilder können ab Juni 2016 im zweiten Stock des Bürgerhauses, zusammen mit anderen, einzigartigen Exponaten aus siebenhundert Jahren Stadtgeschichte, bewundert werden.

Turnusmäßig wandert die Brautkrone zurück ins Archiv des Museums.



zurück zur Gesamt-Übersicht

Startseite|Kontakt|Impressum|Sitemap